Vorbemerkung der Herausgeber
Im September
1939 wurde Heisenberg zum Kriegsdienst beim Heereswaffenamt nach
Der Budapester Vortrag über die Farbenlehre hatte ein günstiges Echo gefunden, so dass Heisenberg sich veranlasst sah, weiter über die methodischen Fragen der Naturwissenschaft nachzudenken. In der Folge hielt er nicht nur eine Reihe von weiteren Vorträgen wie die in Leipzig und Zürich, sondern verfasste auch ein ausführliches Manuskript, in dem er die Summe seiner bisherigen Anschauungen niederschrieb und sie zugleich auf neue Bereiche der Naturwissenschaften und der Wirklichkeitsbeschreibung erweiterte.
Das Mauskript, das im Herbst 1942 beendet wurde, hat keinen Titel. Wir haben es nach einer Bemerkung Heisenbergs im Text mit "Ordnung der Wirklichkeit" überschrieben. Es besteht aus drei Teilen, einer Einleitung (I.), dem Hauptteil (II.) und einer Schlussbetrachtung (III.). Es war nicht zur Veröffentlichung bestimmt, aber Schreibmaschinenkopien wurden Weihnachten 1942 an zuverlässige Freunde verschickt. (In den späteren Abschnitten von Teil II. Und in Teil III gibt es politische Stellungnahmen, die für den Autor im damaligen Deutschland hätten gefährlich werden können, zumal er an einem kriegswichtigen Projekt leitend mitwirkte.)
Als Text wurde das handschriftliche Manuskript zugrunde gelegt, das gegenüber der Schreibmaschinenabschrift einige Verbesserungen enthält.